Der neueste Minecraft-Schnappschuss 12w17a überrascht mit einem tollen neuen Objekt, dem Buch mit Schreibfeder!
Fügt man Feder, Tintensack und Buch an der Werkbank zusammen, erhält man ein Buch, welches man auf 50 Seiten mit eigenen Inhalten füllen kann. Für eine genaue Beschreibung der Möglichkeiten empfehle ich diese Seite der Minecraft Wiki >>>
Ein schönes neues Detail, das besonders auf Multiplayer-Servern sicher rege Verwendung finden wird.
Allerdings kann man einmal beendete Bücher nicht mehr überarbeiten und die literarischen Werke lassen sich auch nicht kopieren (was schön wäre für eine Art Serverhandbuch).
Hier wird aber sicher über kurz oder lang ein Plugin Abhilfe schaffen.
Außerdem sind nun auch die Halbhölzer (Slabs) in allen Holzsorten verfügbar. Ich gehe davon aus, dass auch Zäune und Stufen im nächsten Snapshot/Minecraft 1.3 folgen werden.
Obwohl dieser und der letzte Snapshot relativ arm an neuen Inhalten sind, kann man dennoch zufrieden sein und sich auf Minecraft 1.3 freuen.
Nein, den SKMCLauncher kann man nicht essen. Es handelt sich um ein kleines Programm, mit dem man alternativ das Spiel starten kann. Dies macht aus unterschiedlichen Gründen Sinn.
Zunächst, es handelt sich bei sk89q um keinen Geringeren als denjenigen, der die Über-Plugins WorldEdit und WorldGuard programmiert hat. Allein diese Tatsache sollte bei Kennern einen Impuls auslösen, sofort alle anderen Launcher in die Tonne zu schmeißen und sich sk89q’s Progrämmchen zu holen.
Aber langsam. Warum hat mich dieser Launcher sofort überzeugt? Ganz besonders weil es ein absolutes Leichtgewicht ist, ein kleine, saubere Software, die mit völlig selbsterklärender Nutzeroberfläche eine volle Ladung sinnvoller Funktionen bereitstellt.
Der größte Clou ist wohl, dass sich Plugins/Mods einfach per Häkchen ein- und ausschalten lassen. Oder einfach per Klick installieren, ohne am META-INF Verzeichnis rumfummeln zu müssen. Oder – besonders praktisch im Snapshot-Chaos – einfach verschiedene .jar-Dateien auswählen und das Spiel in der gewünschten Version starten. Wie wäre es damit, Java mal etwas mehr Arbeitsspeicher zuzuweisen? Einfach einstellen.
Habe ich erwähnt, dass dies alles völlig unkompliziert zu erledigen ist?
Der SKMCLauncher verwaltet auch mehrere Spielaccounts, selbstverständlich mit jeweils eigener Konfiguration. Auf Wunsch wird Minecraft ohne das lästige News-Fenster gestartet und auch die Fenstergröße lässt sich pixelgenau (!) einstellen, was eine enorme Hilfe bei Videoaufnahmen ist.
Mehr zu dem SKMCLauncher findet ihr auf der Webseite von sk89q.
Laternen! Eisengolem! Dschungel! Katzen! Mob-Intelligenz! Umgedrehte Stufen und Halbsteine! Ein neuer Steinblock! Und…
…das passende Tapetenpaket von minenarbeit.de! Mindestens dieses Wochenende ist gerettet, viel Spaß beim Zocken von jeb’s neuestem Streich :)
Es zeichnete sich schon länger ab, dass Jeb_ bei der Entwicklung des Multiplayers Hilfe benötigen würde. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man das geniale Spiel eigentlich nicht in einer halbwegs anspruchsvollen Serverumgebung betreiben kann – wenn es da nicht Bukkit gäbe.
Diese Schnittstelle wird seit Dezember 2010 von einer handvoll Programmierern als Open-Source äußerst professionell entwickelt. Spötter lästern schon seit geraumer Zeit, dass man lieber das Bukkit-Team mit der Programmierung von Minecraft betrauen sollte. Spätestens während der “Adventure-Update-Phase” im vergangenen Jahr mussten Serverbetreiber eine Menge Nerven lassen, ging enormes Vertrauen in Mojang verloren. Dass an dem schwedischen Millionenseller und Mojang-Flaggschiff Minecraft bis dato gerade mal ein bis zwei Vollzeitprogrammierer herumschrauben, ist ein weiterer Kritikpunkt.
Doch seit dem sich der eigenbrödlerische Notch aus dem Projekt zurückgezogen hat, stehen die Zeichen auf Sturm! Es ist damit zu rechnen, dass in Kürze eine Menge frischer Wind durch Minecraft bläst, denn der neue Chef-Entwickler Jens Bergensten holte sich nun das Bukkit-Team ins Boot: Bukkit gehört ab sofort offiziell zu Mojang!
Ich halte dies für die wichtigste Entscheidung in der ganzen Geschichte von Minecraft. Das Spiel wird von den Entwicklern endlich ernst genommen, sein “Just for fun” Indie-Image in den Hintergrund gedrängt. Der große Erfahrungsschatz, den das Bukkit-Team in Bezug auf Server und Plugins mitbringt, wird nicht nur den holprigen Weg auf Multiplayern ebnen, sondern sich auch auf das komplette Spiel positiv auswirken.
Während die Community und das Plugin-Angebot weiterhin auf bukkit.org organisiert werden soll, wird aus der Bukkit-Software die Minecraft API. Ob dies auch schon kurzfristig umgesetzt wird, ist nicht klar.
Überhaupt bleiben noch viele Fragen offen, besonders was die zu erwartende Lücke zwischen Minecraft 1.2 und der passenden Bukkit-Version angeht. Wird diese Version schon Minecraft API heißen? Wird sie zeitgleich mit MC 1.2 veröffentlicht? Wird die VÖ von Minecraft 1.2* sogar noch hinausgeschoben, damit beide Pakete gleichzeitig fertig sind? Oder ist alles schon längst erledigt, der Coup seit langem unter Dach und Fach? Hierzu gibt es leider noch keine konkreten Angaben.
Multiplayer-Spieler und Serverbetreiber tun also erst einmal gut daran, wie gewohnt mit dem Schlimmsten zu rechnen – dann kann es nur besser werden ;)
*Update: Minecraft 1.2 erscheint am Donnerstag, den 1. März 2012.